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Manfred von Richthofen
Ein Jagdflieger des Ersten Weltkrieges“
– Neue Sonderausstellung im Aeronauticum –

 


Ausstellung
www.aeronauticum.de

Manfred von Richthofen - Ein Jagdflieger des Ersten Weltkrieges“ – Neue Sonderausstellung im Aeronauticum
Sonderausstellung startet parallel zum Start des neuen Kinofilm-Epos

(Nordholz) Das Deutsche Luftschiff- und Marinefliegermuseum Aeronauticum in Nordholz nimmt den 90. Todestag von Manfred von Richthofen zum Anlass, dem Flieger in diesem Jahr eine Sonderausstellung unter der Überschrift „Manfred von Richthofen – Ein Jagdflieger des Ersten Weltkrieges“ zu widmen.

Richthofen – der wohl bekannteste Flieger des Ersten Weltkrieges – ist weltweit als der „Rote Baron“ bzw. „Red Baron“ ein Begriff. Der Mythos um ihn und sein rotes Flugzeug entstand bereits zu seinen Lebzeiten und überdauerte bis heute. Während des Ersten Weltkrieges diente der „Fliegerheld“ Richthofen als Hoffnungsträger in Zeiten negativer Nachrichten von der Front und motivierte die im Stellungskrieg verharrenden Soldaten. Seine Erfolge im Luftkampf wurden im Kaiserreich umfassend medial aufbereitet. Doch nicht nur in Deutschland war der „Ritter der Lüfte“ das Sinnbild für fliegerische Hochleistungen. Auch die Kriegsgegner zollten ihm ausnahmslos Respekt. Dies alles geschah vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung des Flugzeuges in diesen Kriegsjahren zu einer völlig neuen und vielseitig einsetzbaren Waffe im Boden-, Luft- und Seekrieg. Und dies galt eben nicht nur für die Armee-Flieger, sondern auch für die deutschen Seeflieger der Kaiserlichen Marine, die sich, wie die Dauerausstellung des Aeronauticum eindringlich dokumentiert, zu einem mitbestimmenden Faktor im Kriegsgeschehen entwickelten. Gründe genug für das Aeronauticum, die Person Richthofens und mit ihm das Fliegerwesen im Ersten Weltkrieg unter verschiedenen Gesichtspunkten in einer Sonderausstellung wertfrei und an der Sache orientiert zu beleuchten. Die Ausstellung bietet eine Plattform für eine persönliche Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Wer aber war Manfred von Richthofen? Warum wurde er Jagdflieger? Welche Bedeutung hatte er für seine Zeit? Was steckt hinter dem geschaffenen „Heldenbild“? Was rückt ihn auch heute noch immer wieder ins Blickfeld? Diese und andere Fragen beleuchtet die Ausstellung im Aeronauticum, die bis zum 14. September zu sehen ist.

Historische Bildmaterialien, Dokumente und einzigartige Exponate, darunter originale Flugzeugteile, Ehrenzeichen u. a., vermitteln die Darstellung des Lebensweges Manfred von Richthofens, die Entstehung des Mythos „Roter Baron“ und auch die bis heute noch nicht bis in das letzte Detail geklärten Umstände seines letzten Luftkampfes und seines Todes am 21. April 1918. Die Sonderausstellung zeichnet zudem die Geschichte der drei „Richthofen-Geschwader“ auf, zu denen auch das heute in Wittmund stationierte Jagdgeschwader 71 der Luftwaffe der Bundeswehr zählt. Zahlreiche Modelle, Literatur und Kuriositäten dokumentieren den seit Jahrzehnten im In- und Ausland gepflegten Mythos vom„Roten Baron“. Sie zeigen, wie damit das Ideal eines „ritterlich und fair“ kämpfenden Fliegers geschaffen und instrumentalisiert wurde, hinter dem die reale Person und Persönlichkeit Manfred von Richthofens oft genug verschwinden musste.

Das Aeronauticum mit seinen Dauerausstellungen zur Luftschifffahrt und Marinefliegerei sowie dem 36.000 m² großen Freigelände mit 17 Originalluftfahrzeugen der Deutschen Marine ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.